Berichte Balkone
 

Diese Seite soll Ihnen aufzeigen, was alles passieren kann, wenn Balkone nicht gesichert werden:

 
Bericht von Sabine Auer

Es war im August 2005 sehr spät abends, als Frau G. noch einmal auf den Balkon ging um ihre letzte Zigarette für diesen Tag zu rauchen.
Natürlich waren ihre beiden Katzen ebenfalls mit. Der Balkon war nicht gesichert, sondern die kritischen Stellen nur durch Blumentöpfe verstellt. Sie dachte, dass das schon reichen würde, denn Katzen fallen ja eigentlich nicht runter..

Frau G. drehte sich kurz nach ihrem Feuerzeug um, als sie ein komisches Geräusch hörte. Sie schaute sich um und Mucki fehlte. Sie suchte den Balkon ab und hörte dann plötzlich ein Miauen 2 Stöcke unter sich.
Da saß Mucki und miaute jämmerlich, sie war wohl irgendwie auf das Geländer gesprungen und dann abgerutscht. Ihr Glück, dass sie es irgendwie schaffte im 2ten Stock zu landen.

Frau G. lief sofort zu den Nachbarn im 2. Stock, wo aber niemand aufmachte, sie überlegte hin und her, wie sie ihre Mucki wieder bekommen könnte und rief dann in der Morgendämmerung die Feuerwehr, die gleich mit 8 Mann anrückten.

Sie fuhren die Leiter aus zu dem Balkon auf dem Mucki immer noch festsaß. Aber beim Anblick der Leiter und der vielen seltsam gekleideten Männer packte sie Panik, noch dazu wo sie Fremden gegenüber SEHR scheu war (Frau G. leidet an Höhenangst und konnte daher nicht raufgehen um sie selber zu holen)

Sie sprang vom Balkon auf das daneben liegende Fensterbrett, woraufhin die Feuerwehr abermals eine Leiter ausfuhr.

Da geriet Mucki dann völlig in Panik und sprang in die Tiefe....
Sie schlug seitlich auf den Asphalt auf, sprang aber im gleichen Augenblick auf und verschwand im Gebüsch.

Stunden, Tage, Wochen und Monate vergingen....

inzwischen war es Juni 2006... kaum einer glaubte noch, dass Mucki noch zurückkehren könnte, als eine gute Freundin (Frau B.) von Frau G. zufällig eine braungetigerte Katze entdeckte die ganz armselig schrie, aber sehr scheu war.

Zuerst dachte sie, es handelt sich um eine der verwilderten Katzen, die sich in der Gegend aufhielt und die sie regelmässig fütterte.
Aber als sie den markanten hellgrauen Fleck auf eines der Vorderbeinchen entdeckte, meinte sie die verschollene Katze ihrer Freundin wiederzuerkennen.

Am nächsten Tag folgten einige Telefonate, bis sie dann schlussendlich am nachmittag auf meine Nummer gestossen ist und mich anrief und mir die Situation schilderte.
Schnell war klar.. hier konnte nur eine Lebendfalle helfen.

So verabredeten wir uns für ca. 20 Uhr an Ort und Stelle. Auch Frau G. die Besitzerin der vermissten Katze war vor Ort, obwohl sie sich nicht zu hoffen getraute, dass es wirklich IHRE Mucki war. Zu oft schon gab es in den letzten Monate "Fehlalarme"

Es dauerte bis halb 10, wir wollten gerade los um die Falle wieder abzubauen und es am nächsten Abend nochmal versuchen, als wir das Zufallen der Falle hörten.

Tatsächlich saß eine braungetigerte Katze darin, aber war es auch die richtige??

Wir luden die Katze in einen handlicheren Transporter um und gingen erstmal zur Wohnung von Frau G. In der Wohnung hielt sie schon Fotos ihrer vermissten Katze Mucki bereit und wir hoben vorsichtig die Decke hoch. Nach kurzem Vergleich von Foto und Katze in der Falle stand für mich und Frau B. eindeutig fest, dass es die gesuchte Katze war, nur die Besitzerin war (vor Freude) noch nicht 100 % überzeugt.

Ich riet ihr die Katze vorerst im Badezimmer aus dem Transporter zu lassen, kaum war sie heraussen, kroch sie schon an Frau G. empor beschmuste sie und schnurrte wie ein Traktor

Erst da hatte Frau G. realisiert, dass ihre Katze, die 10 Monate wie vom Erdboden verschluckt war, wieder bei ihr war.
Anbei noch ein Foto von der scheuen Mucki, die nun endlich wieder zu Hause ist:

 
 
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